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23.07.2010

Zentrum für E-Mobilität

Eröffnung des Showrooms

Gemeinsam mit 16 Partnern hat Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster am Freitag den Showroom im Zentrum E-Mobilität an der Heilbronner Straße eröffnet. Auf über 1.000 Quadratmetern präsentieren Unternehmen, Forschungsinstitute und andere Organisationen die Möglichkeiten und Chancen der Elektro-Mobilität. Ein solches Zentrum ist deutschlandweit einzigartig.
Gemeinsam mit 16 Partnern hat Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster am Freitag den Showroom im Zentrum E-Mobilität an der Heilbronner Straße eröffnet. Auf über 1.000 Quadratmetern präsentieren Unternehmen, Forschungsinstitute und andere Organisationen die Möglichkeiten und Chancen der Elektro-Mobilität. Ein solches Zentrum ist deutschlandweit einzigartig.Die Besucher können sich ausführlich informieren und Pedelecs oder Scooter selbst fahren. Dafür wurde eigens ein Parcours bereitgestellt. Bei Pedelecs ergänzt ein Elektromotor die Muskelkraft des Fahrers, Scooter sind elektrobetriebene Roller.

Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster: "Der Landeshauptstadt kommt bei der Frage, wie wir uns künftig fortbewegen, eine besondere Verantwortung zu. In Stuttgart sollen weiterhin die besten Mobilitätskonzepte entwickelt und die besten Autos gebaut werden." Der Verbrennungsmotor werde seine Bedeutung für den Verkehr auf absehbare Zeit behalten. "Nach über 100 Jahren Verbrennungsmotor bietet die Elektromobilität eine wichtige Ergänzung. Die Elektrifizierung der Antriebe hilft, die Schadstoff- und Feinstaubemission gerade in Städten zu senken." Und weiter: "Weltweit, vor allem in Asien und Südamerika, haben wir schnell wachsende Städte, die auf umweltfreundliche Mobilität angewiesen sind. In Europa sind zu Recht die Umweltstandards gestiegen, die EU-Richtlinien zu Stickoxiden oder zu Lärmemissionen lassen sich nur schwer mir bisherigen Mobilitätskonzepten einhalten."

"Wichtig ist mir, die hervorragenden Autobauer und Zulieferer in Stuttgart und der Region bei dieser Fortentwicklung der E-Mobilität zu unterstützen. So ist E-Mobilität ein Baustein des städtischen Mobilitäts- und Verkehrsentwicklungskonzept, das auf mehr öffentlichem Nahverkehr, Fahrräder und Fußgänger setzt", so OB Schuster.

 

Ausstellung in einem Zentrum der Kreativität

Der Showroom findet sich in der ehemaligen Niederlassung von Mercedes-Benz, das zu einem Zentrum der Kreativität wird: Das Schauspiel des Stuttgarter Staatstheaters wird in der nächsten Saison im ersten Obergeschoss drei Spielstätten unterhalten. In einem Gründerzentrum testen künftig Existenzgründer innovative Konzepte und Geschäftsmodelle auf ihre Alltagstauglichkeit und suchen sich so ihren Platz im Markt.

Der Showroom ist ab sofort von Dienstag bis Sonntag von 13 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos. Für angemeldete Gruppen können Führungen und Angebote vereinbart werden.
Der Showroom ist erreichbar mit den Stadtbahnlinien  U 5, U 6, U 7 und U 15 sowie der Buslinie 44, Haltestelle "Türlenstraße". Eine "Call a Bike"-Station soll hinzukommen. Der Hauptbahnhof ist nur wenige Gehminuten entfernt, auf dem Gelände Türlenstraße 2 sind Parkmöglichkeiten vorhanden.

OB Schuster: "Erfreulich ist, dass so viele verschiedene Partner sich zusammengefunden haben, um gemeinsam Alternativen zur Nutzung von fossilen Energieträgern zu entwickeln. Das bietet für Stuttgart eine gute Chance, deutschlandweit sein Profil als Kompetenzzentrum für Mobilität weiter zu schärfen."
Zu den Partnern gehören bisher:

•    Robert Bosch GmbH
•    Energie Baden-Württemberg AG (EnBW AG)
•    Siemens AG
•    Mercedes Benz
•    Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
•    Stuttgarter Straßenbahnen AG
•    Lapp Holding AG
•    Elmoto ID-Bike GmbH
•    Stromrad GmbH & Co. KG
•    Greening GmbH
•    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
•    Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS)
•    Extra Energy e.V.
•    Innung für Elektro- und Informationstechnik Stuttgart
•    Wirtschaftsförderung Region Stuttgart
•    Bundesverband Solare Mobilität e.V.

Weitere Partner werden im Lauf der zweiten Jahreshälfte 2010 dazukommen. Es ist geplant, den Showroom zunächst bis Herbst 2011 an die Partner zu vermieten; Verlängerungen sind vorgesehen, solange die Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Die Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzelle wird mit einzelnen Events präsent sein. Die EU unterstützt das Projekt im Rahmen ihrer Förderung "go pedelec!"

 

Hintergrund: "Stuttgarter Vier-Takt" zur Elektromobilität

Die Landeshauptstadt hat das Konzept "Stuttgarter Vier-Takt" zur E-Mobilität entwickelt:

1.    Umbau des Call a Bike-Leihsystems
Die Landeshauptstadt und DB Rent haben den Bundeswettbewerb "Innovative Fahrradverleihsysteme" gewonnen. Daher unterstützt der Bund den Umbau des Call a Bike-Leihsystems mit 2,7 Millionen Euro. Dieses Leihsystem umfasst an insgesamt 45 Standorten 400 Fahrräder und 450 Pedelecs. Das Projekt soll in den  Verkehrsverbund integriert werden.

2.    Flächendeckender Testversuch mit E-Rollern
Die EnBW AG hat einen Test von E-Rollern gestartet. 500 Fahrzeuge und rund 200 Stromtankstellen in der Region machen Elektromobilität damit auf Stuttgarts Straßen sichtbar. Die Stadtverwaltung setzt seit drei Monaten 25 E-Roller ein, vor allem beim Schulverwaltungsamt, dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt, dem Tiefbauamt und verschiedenen Bezirksämtern. Erste Rückmeldungen zeigen, dass die Mitarbeiter die Geräte ausgiebig nutzen und nicht mehr darauf verzichten wollen.

3.    Test von Elektroautos
Im Rahmen der Modellregion Stuttgart sollen auch verschiedene Elektroautos getestet werden. Die Landeshauptstadt prüft Möglichkeiten, solche Fahrzeuge zu Versuchszwecken einsetzen.

4.    Test von Hybridbussen
Die Stuttgarter Straßenbahnen AG wird Hybridbusse im Alltagsbetrieb erproben. Am 13. September 2010 übergibt die Daimler AG einen ersten Hybridbusse an die SSB.
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